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Reflektorische Atemtherapie

Dr. med. Ludwig Schmitt und seine Idee

Als der junge Arzt Dr. Ludwig Schmitt 1995 seine erste Praxis in München eröffnete, waren Begriffe wie "Ganzheitsmedizin" und "Kräfte der Natur" bei vielen Kollegen nur Randerscheinungen der klassischen Medizin.

In der heutigen Zeit wird darüber anders gedacht und Dr. Schmitt wurde in vielen Bereichen mehr als bestätigt. Für ihn war es, neben der Behandlung mit vorwiegend homöopathischen Mitteln, vor allem eine intensive manuelle Behandlungstechnik mit denen er seinen Patienten tiefes und vollständiges Atmen beibrachte. Für ihn war richtiges Atmen die Grundlage der Gesunderhaltung, weshalb er von vielen anerkennend "Atemdoktor" genannt wurde.

Wie funktioniert die reflektorische Atemtherapie?

Atmen ist grundsätzlich ein unbewusster, reflektorischer Vorgang. Andererseits kann die Atmung aber mit Wissen und Willen auch beeinflusst und vertieft werden.

Die reflektorische Atemmassage nach Dr. Ludwig Schmitt ist eine besonders intensive Art der Reizsetzung mit unterschiedlicher Intensität an Haut, Sehnen und Knochenübergängen, Muskelansätzen, Organpunkten und Atemreizpunkten. Ziel ist es dabei, die reflektorische Atmung durch diese Reize (Impulse) auszulösen bzw. zu vertiefen.

Über die so erreichte vertiefte Atembewegung wird der gesamte Bewegungsapparat positiv beeinflusst. Durch die Ausweitung des Lungenvolumens und das Lösen fester Gewebsstrukturen entwickelt sich ein normaler Grundtonus der Muskulatur, wodurch der Körper die aktive Zwerchfellatmung wieder "erlernt". Die Folge ist eine entspannte, tiefe, dreidimensionale Atembewegung.

Die Anwendungsgebiete sind vielfältig, da eine verspannte Bauch- und/oder Rückenmuskulatur die Aktivität unseres Haupt-Atemmuskels, des Zwerchfells, zwangsläufig einschränkt. Dabei ist die Wirbelsäulenbehandlung die Basis und Achse der reflektorischen Atemtherapie.

(Foto) Reflektorische Atemtherapie

Anwendungsgebiete der reflektorischen Atemtherapie

  • Störung des Bewegungsapparates auf rheumatischer und degenerativer Grundlage

    z.B. MS, Lumbalgie, Muskelhartspann und Gelenksschmerzen, Parkinson, Tinnitus oder Scheuermann

  • Störung der Atemmechanik

    z.B. flache Atmung und eingeschränkte Brustkorbbeweglichkeit bei Übergewicht, Rippenverletzungen, Schlaganfall oder Skoliosen, Asthma, Morbus Bechterew und während Schmerzzuständen wie beispielsweise durch einen Bandscheibenvorfall hervorgerufen

  • Fehlregulation des vegetativen Nervensystems

    z.B. der Atmung, des Herzens (sog. nervöse Herzbeschwerden), des Kreislaufs sowie des Magen- und Darmtrakts

  • Psychische Probleme

    z.B. als Ergänzung der Psychotherapie, innerer Unruhe, Stressabbau und Entspannung, Beeinflussung der Körperwahrnehmung

  • Begleitung bei sportlichem Training oder Stimm- und Gesangsschulung

Behandlungsablauf

  1. Wärmeanwendung mit heißer Rolle
  2. Manuelle Techniken
  3. Therapeutische Übungen